Fischfutter

Und während die Sonnenstrahlen unbegründet für Serotoninüberschuß sorgen und ich unsterbliche Erinnerungen an Abende voller Musik und bemerkenswertester Freunde in meinem Kopf jongliere steigt meinen Hals ein Klos hinauf aus Unglück und Schmerz. über eine Nichtdiagnose die eine Flosse des großen Haies namens Selbsthass wieder aus dem Wasser ragen lässt. Und er kreist um meine Insel, wartend darauf, dass ich ihm mit einer kleinen Verletzung eine Spur lege. Die Zähne des Tiers sind mittlerweile stumpf, aber umso größer und konstanter kreist er um den fragilen Sandstrand aus Zuneigung und zäher Selbstfindung.

Der Kampf scheint ziemlich aussichtslos. Dass ich ihn trotzdem aufnehme, mit trotzigem Blick gen Horizont gerichtet ist zwar ein Silberstreif am Horizont, aber eben immer noch keine Heilsalbe für die Narben auf meiner Seele. Nein, dieses mal bekommt der Hai kein Futter. Und wenn ich dafür in die dunklen Gefilde tauchen muss und mir fast die Luft ausgeht wenn ich versuche die Tränen zu unterdrücken.   Heute lege ich dir keine Spur.

Und der große Graue Hai wird mager werden. Nicht verschwinden, noch nicht, dafür ist die Beute noch zu verlockend, eine altbekannte Delikatesse. Aber mit der Zeit, und sei es erst wenn die Sonnenstrahlen wieder weniger werden, wird er abtauchen müssen um nach kleinen Fischen zu fangen, die ganz tief unten in dunklen Wassern schwimmen.

Wenn ich Glück habe, ramt er dabei eines meiner Wracks die ich gesammelt habe, zerstörte Welten und abgebrochene Teile meines Lebens. Vielleicht bleibt er einfach in einer Lücke stecken, bleibt hängen. Bis alles um ihn herum zu Staub zerfällt. Oder ich über Wasser gehen kann.

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