Es ist schon ein paar Tage her. Ich wachte auf und für einen kurzen, wirren Moment war ich überzeugt davon, dass das Gespräch tatsächlich stattgefunden hatte. Dass wir im Cafe saßen, vielleicht nach einem Film. Mein Unterbewußtsein ist ein Schweinehund.
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Der A. saß da. So kauzig wie eh und je. Er rührte in seinem Tee und krächzte ein bisschen.
„Weißt du, Bella, seit du wieder wunderlich wirst, bist du glücklicher als sonst. Du hast dich zurück verpuppt und bist jetzt eine Raupe, ganz zufrieden mit allem.“
Und ich weiß gar nicht was ich erwidern soll und höre einfach zu, was auch sonst.
„Das Alleinsein und das Schreiben und der Rückzug von der Welt – früher hätte keiner versucht das weg zu therapieren. Aber es wußte ja niemand, dass die Welt dich so schwermütig macht. Du doch auch nicht. Alle dachten, dass dich das Alleinsein erst so traurig macht. Andere sind traurig, wenn sie allein sind. Du … nicht.“

Er sagt noch mehr, aber ich erinnere mich kaum daran. Ich habe den Geruch der schweren weißen, heißen Schokolade in der Nase. Ich kann die Sahne fast auf der Zungenspitze schmecken. Es geht vermutlich wieder darum, ob das heute überhaupt noch möglich ist – sich selbst genug sein. Nicht immer, natürlich. Er hat bestimmt mit Nachdruck darauf gepocht, dass man selbst nur besser wird, wenn man sich auch den anderen stellt. Weil wir nur so Spuren hinterlassen. Womöglich wurde es an einem Punkt eine Diskussion darüber, wie viele Verbindungen wir brauchen. Ich hätte Witze über lange Leinen gemacht. Vermutlich. Aber vielleicht war da auch gar nicht mehr. Wie das so ist. Zu klar ist mir doch die ganze Zeit, dass ich jemand anderen meine Worte aussprechen lassen. Nächtliches Puppentheater.

Nur am Ende, kurz bevor ich aufgewacht bin, hab ich geantwortet.

„Das ist alles nur, weil mein Kopf so bevölkert ist. Deswegen ist es immer laut.“

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