Was gut war: KW 29, 2017 (Werktags)

[vorab: Hier fehlt das Wochenende. Da war so viel, dass ich ausnahmsweise einen eigenen Eintrag brauche. Das braucht noch einen Moment.]

Montag aufwachen, an die vor mir liegende Woche denken und irgendwo zwischen Oh Gott und Fuck yeah taumeln.
Im Büro natürlich schon die große Drachenaufregung. Meine Güte.
Gleichzeitig kam die neue Kollegin an, die mich ab sofort ein bisschen in dem Chaos unterstützen wird. Zwischen dem Chef und mir verbringt die Ärmste ihren ersten Tag mit Labberbacken per excellenence.
Nebenher prasselt von allen Seiten Arbeit auf mich ein, weil, is ja noch nicht genug. #alleirre
Es dauert ein paar Stunden, aber im Laufe des Tages merke ich, wie diese alte Besessenheit wieder hochkommt, von der ich während meiner Start-up Jahre gezerrt habe. Diese Tage an denen man gleichzeitig Zeit für eine Person aufbringt, nebenher ein paar Dinge löst und in den kurzen Pausen dazwischen noch Dinge organisiert.
Zwar hatte der Tag noch mit echten Kopfschmerzen ob den vielen Aufgaben begonnen, aber zum Ende hin, war ich wieder voll im Raubtiermodus. Beute anvisiert, so gut wie erlegt. Und wie ich das alles hinkriegen werde. (Okay, das könnte der viele Kaffee gewesen sein.)

Der Dienstag hatte einen Kater und man versuchte allenthalben die letzte Nacht zu rekonstruieren. Was auf seine Art anstrengend war. Ich versuchte die neue Kollegin nach Kräften zu unterhalten, gleichzeitig der drachenbedingten Hysterie Herr zu werden und über ein paar Dinge nachzudenken. Was hauptsächlich unbändige Müdigkeit verursachte.
Es sind Tage, in denen man versucht immer mehr Dinge in immer mehr Zeit zu quetschen und trotz ausreichend Schlaf, frischer Luft und Albernheit (Twitter sei Dank), spüre ich, wie die dauerhafte Angespanntheit meine Knochen müde macht. Wenn dieser Monat rum ist, werde ich einfach mal zwei Tage lang schlafen.
Was dann auch leichter sein wird, weil aktuell höre ich abends durch das geöffnete Fenster die Trommeln des naheliegenden Theater/Zirkus-Zeltes. Die Saison im kleinen Dorf am Inn ist in vollem Gang.
Das Open Air Kino läuft, das Theaterzelt ist offen (und belegt den größten Parkplatz der Altstadt. Egal. Kultur!), der Töpfermarkt ist abgebaut, damit bald Platz für Weinfest und Nachtflohmarkt sind. Wenn ich es Bavarian Stars Hollow nenne, ist das keine Übertreibung.

Am Mittwoch wurde entsetzlich viel gewartet, ganz schlimm. Wenigstens machte die neue Kollegin rasante Fortschritte.
In meinem Kopf will es einfach nicht aufhören zu rauschen und so ganz weiß ich nicht woran es liegt. Klar, für meine Verhältnisse passiert grade diverses, aber nicht genug, um mich so um die Konzentration zu bringen.
Es kommt so weit, dass ich Mittwochabend schulterzuckend auf den für Freitag bereitliegenden Koffer (okay, eine Zahnbürste liegt schon drin) gucke und denke – och, wird schon noch. Ich! Der Reisestreber!

Als ich der neuen Kollegin Donnerstag schon die ersten etwas heikleren Sachen im System zeige, merke ich zum ersten Mal wie sehr mir die richtige Einarbeitung gefehlt hat. Natürlich, alle waren sehr bemüht, aber die eigentlich zuständige Kollegin deren Stelle ich ersetze, war damals schon bis zum Hals in andere Projekte verstrickt. Darum habe ich vielleicht auch so lange an meinen Fähigkeiten gezweifelt, das hier alles hinzukriegen.
Natürlich tue ich das und jetzt, nach fast 8 Monaten, habe ich mich so sehr daran erinnert was ich kann, dass ich endlich den Fuß bei Projekten in die Tür klemme, die mich interessieren oder betreffen. Ich bin dann doch nicht zu doof für die Details hier, ich musste mir nur länger die Grundlagen erarbeiten.
Im Laufe des Tages besorge ich ihr Zugänge und Zugriffsrechte, stelle noch ein paar Menschen vor und merke zum ersten Mal, dass ich bereits ein Stück weit in die Struktur hineingewachsen bin. Aber gut so.

Der Rest ist planen. Der #tkschland steht an. (Ich glaube, ich packe das mal in einen separaten Eintrag. Sonst werd ich nicht fertig. Also, äh, bis gleich dann.)

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