Was gut war: KW 44, 2017

This is Brückentag, but not the end.
Um nicht zu sagen: Für eine kurze Woche fühlte sie sich verdammt lang an. Aber der Reihe nach.

Den Montag für Home-Office und das Lüften von Gedanken genutzt. In dem ich Schuhe gekauft habe. (Ich weiß auch nicht, was mit mir los ist.) Zu meiner Verteidigung: Es sind Budapester! Aber danach auch besser gewusst was jetzt wichtig wird. Leichte Verzweiflung, weil mir langsam auch klar wird, dass ich da eine Industrie anstubsen will, die auf Transparenz so mittelgut zu sprechen ist. Was alles zum Thema Marktgröße, Zahlen und Geschäftsmodell ein wenig in Nebel taucht. Well.

Den Dienstags-Feiertag (manchmal ist Bayern schon ein bisschen Gaga. Einfach mal so weil es eine Runde Zahl gibt, einen Luther-Tag frei machen. Aber mei, wenn’s bassd.) übersprungs-mäßig mit Putzen und Ordnen verbracht. Mit ersten Gedanken in Richtung Weihnachten. (Eigentlich eine Allerheiligen-Sache. Sie erinnern sich.)

Das wird dieses Jahr ganz schön komprimiert. Aber eben vielleicht auch besonders toll. Ach, Wein ist bestellt, Aufgaben sind verteilt, das geht schon irgendwie.
Nebenher verschlang ich auf Youtube die komplett vorhandene Serie „very british problems“ und fühlte mich verstanden wie selten. (Other people! Yuck!)

Von allen Bräuchen die mir wichtig sind, obwohl ich weder besonders katholisch oder gar fromm bin, ist Allerheiligen vielleicht der seltsamste. Zugegeben, das hat was mit Likör im Kaffee zu tun, aber wie ich es an diesem eigentlichen Ausschlaftag dann doch immer schaffe aufzustehen und mich friedhofsfein zu machen, sogar nebenher Anmeldungen fürs #Pegelwichteln zu organisieren, erstaunt mich selbst.

Vor allem, weil man am Friedhof nur wieder mit entfernter Verwandtschaft die man wirklich nicht mag, Geschichten bei denen man nur die Hälfte der Protagonisten kennt und Gerüchten um die andere Hälfte konfrontiert wird. Dazwischen dann die Klassiker. ‚Das ist das Grab von der Seite Schn. der Familie. Die K. war deine Urgroßmutter, aber die wurde halt leider nicht so alt.‘ (Mein Urgroßvater wurde freigesprochen, weil es übereinstimmende Aussagen gab, dass sie, vermutlich in – was wir heute psychologische Ausnahmesituation nennen – zuerst versucht hat, ihn zu meucheln.)

Anyway. Das traditionelle angeheitert und mit bei der Verwandtschaft ausgemisteten Allerlei nach Hause kommen, möchte ich doch nicht missen.
Im Nachhinein betrachtet, war es wohl der letzte große Schnaufer für eine ganze Weile.

Donnerstag und Freitag haben zusammen 48 Stunden. Nicht ganz die Hälfte davon verbrachte ich im Büro. Und fand es fantastisch. (Ja, ich habe dann wohl dieses Level erreicht.)

Ob Strategie-Workshop oder Designer-Gespräch (es gibt erste Screens, ich raste quasi immer noch aus.) – immer ist da dieses Hoch, die unendlichen Endorphine und ein aufkeimender, großer Wille.

Das ist beängstigend. Großartig. An sich selbst nachvollziehen können von welchem Irrsinn vielleicht so ein früherer Chef getrieben war, das ist eine gute Warnung sich nicht auffressen zu lassen. Nicht von der eigenen Ambition verschlungen werden. Aber eben auch mit allem Biss, aller Leidenschaft rein ins Risiko.

To make big plays.
Herrje, da bin ich in etwas hineingeraten.

Wochenende, welches Wochenende? Ich habe gegessen und geschlafen und, ach ja, 56 Wichtel zugeteilt. Dann war Sonntagabend.

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