Wissensmanagement an der HNU, ein Praxisbeispiel

Eine… Studentin hat im Eifer des Gefechts nach ihrer Klausur in Intercultural Management ihr Handy im Seminarraum liegen lassen. Es war Abends und kaum noch jemand in der Hochschule.

Panisch, schreibt sie am nächsten Morgen 1 eine Email an die Poststelle, wo Fundsachen abgegeben werden sollten. Und bittet, sollte es dort auftauchen, sich per Email bei ihr zu melden. Als Vorsichtsmaßnahme schreibt sie auch noch eine Email an das Semester, das die Klausur mitgeschrieben hat – vielleicht hat jemand das Handy gefunden?

Wirklich, das ist unsere Mensa.

Es hat. Und der brave Finder 2 gab das Handy der Dozentin. Die Dozentin, so erfährt die Studentin von einem Zettel am Seminarraum (!), gab das Handy an dem Abend in der noch offenen Bibliothek ab.
Wo unsere Studentin einen Tag später schließlich nach dem Handy fragt.

Die Mitarbeiterin erinnert sich an das Handy – findet es aber nicht. Sie wirft die Hände in die Luft und mutmaßt (!!), dass ein anderer Mitarbeiter das Handy in die Poststelle (!!) gebracht haben könnte (!!!). Vorsichtshalber schaut unsere Studentin nochmal in ihre Inbox. Nein, keine Email von der Poststelle.

Die Bibliiotheksmitarbeiterin rät ihr, einfach morgen früh noch einmal sowohl bei der Bibliothek (!) als auch bei der Poststelle nach zu fragen. Irgendwo müsste es ja sein.

Gut, dass unsere Studentin auch ohne Wecker, Handy, und Smartphoneallerlei entspannt durch ihre Prüfungsphase kommt… oh, moment. Tja. 3

Die Bibliotheksmitarbeiter könnten sich morgen früh wundern, wie früh man schon so voller Lerneifer vor der Tür steht. Oh ja.

  1. Wobei nächster Morgen hier gegen 05:30 ist, da die Studentin nun keinen Wecker mehr hat und einfach aufsteht, als sie vom ersten Medientechnik-Albtraum erwacht.
  2. So eine kleine, chaotische Hochschule hat auch Vorteile. Die Studenten sind, also wenn sie nicht BWL studieren, wirklich reizend.
  3. Aus der Reihe: Leben an einer Hochschule, die sich angeblich auf Informationsmanagement und derlei spezialisiert hat.

Ich bin dann mal woanders

2880x900photo © 2008 Jim Sher | more info (via: Wylio)In ein paar Stunden geht mein Flieger in Richtung südliche Spitze des akrikanischen Kontinents. Und vermutlich werd ich die kommende woche kaum zum twittern, geschweige den zum bloggen kommen. Dafür werde ich mich danach zu Wort melden. Oder besser zu bild. (Kamera ist schon im Koffer.) Lasst mir bitte das Internet ganz und treibt ruhig alle eure Twitter-Mems und Privacy-Debatten in den nächsten Tagen durch den Äther.
Ich werde auf dem Tafelberg stehen, in Green Point Stadium so tun, als wären wir Weltmeister geworden und mit dem Rest der Exkurionsgruppe für die Reduzierung der südafrikanischen Alkoholvorräte sorgen. Wie es sich für IMUKler gehört.
Sieht man sich plötzlich mit einer Woche vielleicht-Internet konfrontiert, merkt man dann doch wie abhängig man vom digitalen Kram ist. Aber das ist okay. Früher war man von Pferdekutschen abhängig. Und tatsächlich sind es eher die Leute, die einem fehlen. Der digitale Freundeskreis fühlt sich halt mittlerweile genauso an die der analoge. Wenn ich nächsten Freitag bei der Weinprobe sitze (ja was glaub ihr den, der ganze Beitrag existiert nur um euch neidisch zu machen.), werde ich auf euch trinken. Und hoffen, dass ihr nicht ausgerechnet in dieser Woche Kabinettsumbildungen oder Trainerentlassungen vorantreibt. (Gebt mir wenigstens Bescheid wenn doch, okay?)
Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich die ein oder andere gute Anekdote im Gepäck habe, wenn ich zurück fliege und sei’s nur von der Bahnfahrt zum Flughafen.

SERVUS BEI’NAND