Bavaria, der Boandlkramer und die Bloggerei

Ich mag den November. In all seiner Düsternis und der fiesen Feuchtigkeit, die in Schuhe, Haare und Glieder wandert. Dafür wurde schließlich Tee erfunden. Und Schnaps. Aber ich greife vor.

2013-10-25 07.47.02

Jedenfalls, Regen, Wind, Kälte – also all die ungemütlichen Faktoren, die man sich so vorstellen kann. Ich mag das. Es ist nämlich das perfekte weiße Rauschen im Hintergrund. Um zu… kontemplentieren, as they say. Während es an Sonnentagen oftmals seltsam anmutet, wenn man einfach nur dasitzt, reflektiert, den inneren Lästereien freien Lauf lässt, kann man das im November, bei Kerzenlicht, relativ unbehelligt (haha) tun.
Gerade wenn man, wie ich, manchmal auch grauen Gedanken nachhängt. Immerhin fängt November mit Allerheiligen an. Oder eher Allerseelen. Kurz bevor wir uns in weihnachtliche Delirium stürzen geht es auf dem Kalender unübersehbar noch einmal um die andere Seite.
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Das mag ich. Zugegeben, ich neige zur Morbidität und nach fünfzehn Jahren auf und ab im Depressionental, ist die Beschäftigung mit Tod und Ende auch ein kleines Hobby. Vor allem, wenn es wie in Bayern, so schön in die Folklore integriert ist.

Hier kommt der Boandlkramer ins Spiel. Der bayerische Sensenmann. Ein huzliger, verschlagener Tod, der den angenehmen Dingen des Lebens aber nicht abgeneigt ist. Wer vom Brandner Kasper und seiner Wette mit dem Heimholer in den bajuwarischen Himmel noch nichts gehört hat: Als es darum geht, in die ewigen Jagdgründe einzugehen (der oide Brandner ist ein leidenschaftlicher Wilderer), spielt er mit dem Boandlkramer Karten. Das Kartenspiel und der taktische Einsatz von Kirschgeist (Schnaps) führen dazu, dass der Kasper mehr Lebenszeit und der Tod ein Problem hat.

Diese sehr eigenwillige Interpretation des dunklen Charakters hat sich aus dem Theaterstück aber auf eine Weise emanzipiert und ist jetzt ein eigenständiger Teil der bayerischen Sagenwelt 1. So kam es auch zu einem meiner Lieblingssätze, der mir wohl auf Twitter unterkam (ich erinnere mich leider nicht daran, von wem es stammt. Tipps willkommen!)

2013-10-25 07.48.05

Der kartlt scho mi’m Boandlkramer

Als Bezeichnung für jemanden, der wohl eigentlich schon an der Schwelle zum Jenseits steht. Was für eine wunderschöne Formulierung. Ein Kartenspiel, das je nach Gerissenheit unterschiedlich lang andauern kann.

Nicht, dass der Tod nur lustig ist. Aber eben auch nicht nur ernst. Im November geht das. Im Dezember ist dann Weihnachts-Tamtam und man möcht noch Heiligabend/Sylvester erleben und ach, de stade Zeit.

Im November schlagen wir die Mantelkrägen hoch und schauen zwischen Schal und Mütze mit einem schmalen Streifen auf die Welt, nehmen gerade so wahr wie alles grau wird. Als Blogger sieht man sich natürlich erst recht in der Pflicht, diesem Nachdenk-Monat etwas abzugewinnen, Produktiv zu sein und vor allem die ganzjährige Stubenhockerei auch endlich mal rechtzufertigen.

Aber, wenn es für die Schreibblockade eine Figur gäbe, so wie den Boandlkramer für den Tod, dann würde ich gerade mitten in einer Schafkopf-Runde stecken und der Kirschgeist wäre fast aus. Das nehme ich dem November dieses Jahr sehr übel. Vielleicht wirkt der Kirschgeist auch einfach nicht und die Schreibblockade findet Schafkopfen nicht so interessant. Ich bezirze sie mit Tee und Kuchen, mit dunkler Musik und Single Malt, aber sie will momentan nicht aus dem Weg gehen. 2

Aber natürlich, ein paar verführerische Essenzen langen nicht für so eine ausgewachsene, verschlagene Blockade. Sie will mit auf Abenteuer genommen werden und neue Dinge sehen und sich von frischen Perspektiven ernähren. Also die Mangelware des Novembers, so wie frisches Obst.

Der November ist fast vorbei, die Blockaden-Schickse ist immer noch da und ich weigere mich weiterhin ihretwegen irgendwelche Horizonte zu sprengen. Vielleicht stell ich ihr in der Vorweihnachtszeit einfach die Verwandschaft vor. Das würde Boandlskramer und Blockade in die Flucht schlagen.

  1. Wer sich für derlei begeistern kann, dem möchte ich die „Apokalypse am Tegernsee“ ans Herz legen, da hat er einen ganz entzückenden Auftritt. (Disclosure: Ich kenne und mag den Autor. Ja und schon, die Story taugt was.)
  2. Bitte, keine Ratschläge, hilfreichen Links oder Zitate von irgendwelchen Schriftstellern. Been there, tried that.

Vielstimmig

Als die Briefwahlunterlagen vor mir liegen, fallen mir die ganzen klugen Blogeinträge der letzten Wochen ein. Über Überwachung und Freiheit, über Dinge die sich ändern müssen und Gedankenspiele übers Protestwählen.

Erstmal die Kreuzchen bei den Volksentscheiden machen.

2013-08-01 18.44.59

Ich sitze mit meiner Schwester zusammen am Küchentisch und wir googeln die Bezirkswahlkandidaten. Syrien und die NSA sind weit weg. Die B15, der Bahnübergang Reitmehring und die südostoberbayerischen Immobilienpreise sind direkt vor der Tür. Wir tendieren zu Heilerziehungspflegern, Biobauern und Krankenschwestern. Die Architektin der freien Wähler hat zwar ein bemerkenswert klares Profil, sitzt aber schon jetzt in derart vielen Gremien, dass man sich fragt wie sie den Überblick behalten will.

Die ÖDP auf Bezirksebene klingt symphatisch, kann man aber darüber hinaus nicht wählen, weil: Frankenberger. Sie wissen schon, dieser damals noch langhaarige junge Mann, der auf renitent unsymphatische Weise das mit dem Rauchverbot in Bayern durchgesetzt hat. Verstehn’s mich nicht falsch, ich bin da auch froh drüber, aber dem ehemaligen Theologiestudenten mit der frischen Kurzhaarfrisur möchte ich ansonsten keine politische Verantwortung übergeben.

Dazu kommt, dass ich mir meinen Kopf nicht nur für mich zerbreche. Traditionsgemäß fragen Menschen mich was sie wählen sollen. Das klingt jetzt seltsamer als es ist, aber unter den nicht ganz so Netzaffinen meiner Umgebung gelte ich als überdurchschnittlich gut informiert und im Zweifelsfall sogar objektiv. (ha. haha. hahahaha.) Jedenfalls habe ich auch dieses Mal versucht die Unterschiede klar zu machen. Aber es war emotionsloser als sonst.

Als wir beim Landtag ankommen, fällt mir eine Unterhaltung ein, die ich vor kurzem hatte: Ich erklärte, dass die CSU in Bayern auch gewählt wird, weil man eben nicht das Gefühl hat, dass sie groß ins eigene Leben eingreift. Eingreifen, das tun die EU oder die Opposition. Die CSU lässt die Leute in Ruhe und gibt ihnen das Gefühl, dass Bayern eben doch besonders ist. Eine ganze Partei und deren volle Aufmerksamkeit nur für uns. Die CSU gehört zur Folklore wie Trachtenvereine und Dorffeste. Institutionen, über deren verkrustete Haltung wir uns alle im Klaren sind, aber die eben auch Beschäftigung und Struktur in den Alltag bringen.

2013-05-02 19.00.48Währenddessen hat die SPD nicht nur kein Programm, sondern auch nur einen mittelguten Kandidaten. Vor fünf Jahren wäre Ude / Seehofer vielleicht ein enges Rennen gewesen, aber dann trat eine Art Transformation beim Münchner OB ein und er verwandelte sich in einen Wowereit-Hybriden, der am liebsten Sachen eröffnet, große Bauten plant und sich als Kabarettist inszeniert.

Da konnte der Bau-Ausschuss fröhlich privatisieren und Vermietern entgegen kommen, abgenickt von Rot, Grün und Schwarz. So viel Ungemach ist selbst der Landbevölkerung klar und auch Koriphäen wie Pronold und Co. machen wenig Lust auf einen bayerischen Regierungswechsel. Dann lieber Hubert ‚Opfesoft‘ Aiwanger als Teil einer CSU-Koalition. Auch wenn dessen hochherrschaftliches Verhalten an den Nerven zerrt. Nichts gegen Verhandeln und offene Optionen, aber sein „ich werde Hof halten und die parteilichen Bittsteller als Zünglein an der Waage empfangen“ ist dann schon grenzwertig.

Meine Schwester findet eine Krankenschwester für Psychiatrie auf der CSU-Liste der Landtagswahl. Wir reden über Gustl Mollath und Inklusion. Auch über eine Freundin, die gerade schwanger ist und Angst hat, dass ihr die Regierung irgendwann vorschreibt, wer ihr Kind am besten betreuen kann. Die 150 Euro sind ihr wurscht, aber den Gedanken dahinter findet sie gut. Sie ist eine von etlichen jungen Frauen in meiner Umgebung, die beim Anblick von kinderlosen Grünen-Politikerinnen mit familienpolitischen Ideen überraschend aggressiv werden.
Ungefähr so wie ich, wenn neuerdings Wirtschaftsexperte Jürgen Trittin das Podium betritt.

Wir sinnieren über Sepp Daxenberger und stellen Schnaps auf den Tisch. Bundestagswahl.

So muss sich Momo gegen die grauen Männer gefühlt haben. Angie feat. die Kompetenz-Mikronesier oder Peer und seine Gang, die jederzeit meutern könnte – es bleibt beim Schulterzucken. Keiner von denen wird die Steuerpolitik revolutionieren oder sich mit Obama anlegen. Schnarrenberger ist von zu vielen alten oder im Kopf alten Männern umgeben, sonst müsste man sie als letzte der liberalen Art fast wählen. Über die Grünen reden wir wieder, wenn die jetzige Führungsriege endlich abgedankt hat. 1998, 2013 – die gleichen Köpfe wollen mal wieder größere Dienstwagen. Das ist keine junge, wilde Partei.

Und speaking of: Piraten? Ja, nein.

An dieser Stelle sollte man ein Argument für Programme und Ansichten machen können und, dass wir ja gar keine Politiker direkt wählen sondern Parteien. Allein, es weigert sich glaubhaft zu werden. Zu sehr dominieren Gesichter das alles. Auch so ein Grund, der mich davon abhält mitzumachen. So lang ich denken kann, schlagen Leute mir vor in die Politik zu gehen. (Ernsthaft, sie haben in der Grundschule damit angefangen.) Aber wenn ich an die Fotos von Cousine F. von ihren JU-Events denke oder an den bibeltreuen Christen mit der Satansfrisur, vergeht mir jede Lust.

Als ich klein war, dachte ich, dass man nur die korrupte, kleingeistige Lokalpolitik hinter sich lassen müsste weil es weiter oben bestimmt nicht so zugeht. Dann habe ich Lesen und Schreiben gelernt. Jetzt ärgere ich mich, dass sie sich nicht mal mehr Mühe beim Lügen geben. Keine Raffinesse in den Verstrickungen, sogar das Bestechungsniveau ist peinlich niedrig.
Vielleicht doch mal Bürgermeisterin der kleinen hübschen Stadt am Inn. Mit ein bisschen Aufwand wird man auf dieser Ebene den schlimmsten Hirnschlamm los und kann auch mal konkrete Probleme lösen. (Ich weiß, Naivität steht mir nicht so wahnsinnig gut.)

Am Ende verteilen sich meine insgesamt 6 Stimmen auf vier verschiedene Parteien. Demokratische Verantwortung minus tatsächliche Entscheidungsgewalt plus drei Schnaps hinterlassen eine leicht ambivalente Bitterkeit.

„Mia soiadn uns boid um a Mehrgenerationenhaus mit Gmiasgartn kümmern, ich mog nimma. Mia machan uns einfach unabhängig.“ sagt meine Schwester und ich habe eine Ahnung, wie die Bayernpartei ihre Existenz rechtfertigt.

Auf dem Weg zum Postkasten fühlen die Umschläge in meiner Tasche sich wahnsinnig schwer an.

Vaticinium ex eventu

Update, weil Leserfeedbackdingsi (toll!): Die Kirche ist, zumindest an ihrer Spitze frauenfeindlich, homophob und korrupt – da beißt keine Maus gar nie keinen Faden nicht ab. Sie ist aber auch der Pfarrer meiner Kindheit, der während der Sommerferien zweimal die Woche Freizeitnachmittage mit Hüpfburg im Pfarrgarten organisierte. Direkt neben dem Friedhof, natürlich. Ich bin nicht besonders gläubig und wünschte mir, es gäbe eine wohltätige Alternative für all die Hilfen. Worum es mir geht, ist der aktuelle Trend die Kirche insgesamt zu, haha, verteufeln. Dies hier ist ein Knoten in unser aller Taschentuch, dass Kirchen bei allen Fehlern eben nicht nutzlos und überflüssig sind. Nicht stand heute.

„Ach wissn’s, dees mit dem Weltuntergang is mia eher wurscht. Wei, da Mühlhiasl hod scho gsogt, dass da Rest voh da Weyd amoi brennt, aber die Jungfrau Maria hoit ihrn Mantl schützend übers Bayernland. Und a weng is ja so.“ (Besagter Mühlhiasl ist eine Art bajuwarischer Nostradamus, fällt aber für viele hier nicht so unter Esoterikl. Weil, dees war ja der Mühlhiasl.)

Zufälliges Symbolbild mit mittlerer persönlicher Bedeutung für die Autorin
Zufälliges Symbolbild mit mittlerer persönlicher Bedeutung für die Autorin

Sie müssen wissen, die Kirche ist auch bloß ein Unternehmen. Nur mit ganz viel Folklore. Da regt es sich gleich viel differenzierter auf.
Verstehen sie mich nicht falsch: Ein elendiger, grausiger Verein. Aber auch Teil fast aller Traditionen und Rituale im ländlichen Raum. Besonders natürlich im bayerischen, ländlichen Raum. Da wird ordentlich geheiratet und beerdigt, der Ethik-Unterricht kann nur nachmittags stattfinden und wer Taufpate oder Bücherreimitglied werden will, sollte der Kirche an und für sich wenigstens nicht feindlich gesinnt sein.

Natürlich gibt es keinen vernünftigen Grund Mitglied der katholischen Kirche zu sein.
Es gibt auch keinen vernünftigen Grund bei H&M von Kinderhand genähte Lady Gaga-Shirts zu kaufen.
Und es gibt auch keinen vernünftigen Grund sich jedes Jahr das neueste in stickigen Fabriken zusammengebaute Ding mit angebissenem Apfel drauf zu kaufen. Wir alle führen ein moralisches Soll und Haben – Konto, wo wir den Konsum von Nespresso-Kapseln und billigen Jeans mit dem Fair-Trade Müsli und dem Flattr-Beitrag für Amnesty ausgleichen. That’s how this whole thing works.

Die katholische Kirche ist letztendlich auch zu groß und zu present in unser aller Leben, als das wir uns einfach nur darüber aufregen könnten. Also ohne das größere Bild zu sehen. Wenn wir über die Kirche schimpfen, verurteilen wir ein bisschen auch alle, die im Namen dieser Organisation arbeiten. Die Asyl gewähren und Suppenküchen leiten. Die ausbildende Schulen für viele soziale Berufe finanzieren. Und diese Sozialarbeiter später beschäftigen. Die diskutieren und zuhören, selbst wenn man offen zugibt nicht besonders gläubig zu sein. Ich habe viele meiner interessantesten Gespräche mit Menschen der Kirche geführt und bin dankbar dafür. Einige von ihnen haben sogar wirklich Humor.
Auch die, die sich tatsächlich mit viel Elan um junge Menschen kümmern.

Schließlich gibt es auf dem Land für junge Leute nur 4 Varianten durch die Adoleszenz zu kommen. Sport (Leichtathletik, Fußball), Tradition ( Trachtenverein, Schützenverein, Feuerwehr, Blasmusik), Rebellion (Schachclub, die Grünen, Kunst) und die Kirche (Ministranten, Chor). Das ist aus Nerd-Perspektive natürlich ein Albtraum, keine Frage. Aber wir sind nicht die Mehrheit. Und wenn wir verteidigen, dass unsere digitalen Kontakte echt sind, dann müssen wir anderen Teilen der Gesellschaft auch ihre Kontakt-Varianten zugestehen. (Außerdem gehen ohne alle aufgezählen Institutionen das bayerische Brauereiwesen den Bach runter und das kann niemand wollen.)

Und ich weiß was jetzt kommt. Höhö, besonders kleine Jungs, höhö.
Nur: Für missbrauchende Priester würde ich jederzeit wieder die Steinigung einführen. Wie die Kirche mit diesen Leuten umgeht ist zutiefst verwerflich. Und Dörfer, die sich hinter einen solchen Priester stellen sind die Blaupause des Phänomens Victim-Blaming. Das komplette Verhaltensmuster ist ja kein exklusives Kirchenverhalten. Ähnlich wie Homophobie wird hier die Religion fälschlicherweise vorgeschoben – ein ganz mieser Move der katholischen PR-Abteilung. Und es gibt viele Mitarbeiter, die das wissen.

Having said that…

…es sind auch Angestellte der Kirche, die sich diesen Opfern annehmen. Die oft überraschend engagiert für die Verständigung zwischen Religionen eintreten. Wie dem Islam, wo wir, liberal wie wir sind, nicht sagen „im Namen deiner Religion sind Terroristen unterwegs – wie kannst du nur?!“. Wir erkennen den Unterschied zwischen einer Religion, deren Religionsgemeinschaft und den Fanatikern, die ersteres als lahme Ausrede nutzen. Analog dazu (haha, analog) könnten wir einem von Holzköpfen geführten Krankenhaus, das einer jungen Frau medizinische Hilfe verwehrt, zurecht vorwerfen, dass es das Prinzip der Christlichkeit nicht verstanden hat.

Wir könnten die katholische Kirche als das vielschichtige Unternehmen begreifen, das sie ist. Stattdessen hat „das Internet“ (I KNOW) beschlossen, dass es effizienter ist, eine Organisation ohne die große Teile unserer sozialen Auffangnetzes zusammenbrechen würden, grob zu beschimpfen. Ja, das hilft immer.
Mal ganz abgesehen von der damit einhergehenden Intoleranz gegenüber gläubigen Menschen. Deren Heimat, deren Gemeinschaft wird gleich mal by proxy schlecht gemacht.

Bitte, wer weder gläubig ist, noch irgendeinen der angebotenen Services in Anspruch nehmen will soll gern austreten. Darum gibt es diese Möglichkeit. Die Kirchensteuer? Ist eine Steuer und unterstützt damit wie alle anderen Steuern eine absurde Mischung aus essentiellen Hilfen und abscheulichen Menschen. Dieses Geld fließt in derart viel Richtungen, dass einem beim Aufzählen erst auffallen würde, wo die Kirche überall ist. Dass wir also um sie nur schlecht herum kommen. Dass es ohne Kirche auch kaum noch erhaltene KircheN geben würde (Hallo, Frau Kunstgeschichtsstudentin!). Dass viele ältere Menschen ohne Kirche kein soziales Netzwerk mehr haben. Die twittern nämlich nicht.

Aber, bevor das jetzt ausartet noch eine Bitte: Erzählen Sie von diesem Text niemandem da draußen. Man würde sich Sorgen um meine geistige Gesundheit machen. Als würde ich jemals öffentlich ein gutes Haar an der katholischen Kirche lassen!