Na Seelchen, was ist los mit uns? Schon wieder ein Happen Schokolade zuviel, schon wieder ein später Teller Pasta und durchgehendes Magengrummeln. Nichtmal die alten Freunde, Serienstaffeln helfen. Irgendwas passt uns nicht, hm? Aber was?

Weil, eigentlich geraten die Dinge endlich in Gang. Das mögen wir. Endlich Feedback, endlich Prozesse, die sich gut anfühlen. Darauf haben wir zu lange gewartet. Wo wir doch schon so lang in der großen weiten Welt unterwegs sein wollten. Sich wieder auf Dinge freuen, Aussichten. Langsam biegen wir alles hin. Tun wir doch immer.

Aber es hakt im Getriebe. Emails, die Angst machen, Kommunikation einfach mal sein lassen weil sie wir grade gern unsichtbar wären. Ausgerechnet. Dabei hatten wir doch schon geklärt, dass uns das nicht liegt, dass wir nun mal da sind und Raum brauchen. Freiraum. Voller Sauerstoff.
Also was ist los?
Es sind die anderen, oder? Wie immer.

Klar, gäbe es ein Berufsbild, bei dem man pragmatische Probleme anderer Leute lösen könnte, das wäre sofort unser Ding. Darum fühlt es sich so schrecklich an, wenn man ihnen nicht helfen kann, sie sich nicht helfen lassen. Menschen um uns herum kämpfen mit all den Dämonen, mit denen wir schon so lange ringen. Trotzdem werden wir nicht gehört. Sowas schlägt einem auf den Magen, klar.

Aber jetzt hör mal zu: atme einfach tief durch, schau in den Horizont, das wird schon wieder.

Es mag drastisch klingen, aber vielleicht müssen die blubbernden Herde der anderen erst explodieren, muss die Lage erst eskalieren bevor sie sich helfen lassen. Maßnahmen ergreifen. Komm du zurück zu dir, wir brauchen jetzt die Kraft. Jetzt kommt der Teil, der viel Energie braucht.

Geburtstags-Blues hin, Herbst-Depression her – wir sind zu zäh für diesen Scheiß. Komm, wir schreien jetzt noch schnell alles raus, ziehen uns die Kapuze über und kämpfen uns im besten Gangsta-Stil durch die Hood. Deal?

Deal.

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