Mein Gott dieses Jahresende. Ich meine, Zeit wird’s, dass 2011 Schluß macht (der obligatorische Emo-Jahresendblogeintrag wird folgen, TRUST ME.) aber wie zügig das jetzt wieder geht.
Ich, gegen den Mainstream wie immer, LIEBE Weihnachten. Eine runde Erwachsener isst und trinkt viel, lacht noch mehr, beschenkt sich mit trotteligen Kleinigkeiten die trotzdem implizieren, dass man sich kennt und schätzt und irgendwann nach Mitternacht bauen meine Schwester und ich eine Bettenburg und lassen uns von tschechischen Märchenfilmen in den Schlaf erzählen.

Ich meine, how can you not love that? Eben.

„Zwischen den Jahren“ werde ich kaum noch dazu kommen Lesestoff zu sammeln, daher lassen wir es mal als Jahresabschlußleseliste gelten, okay? Vielleicht rede ich in den nächsten 14 Tagen noch ein bisschen Musik. Oh, gute Idee. 5 kleine Einträge zu Songs und/oder Alben, wie wär’s? Macht jemand mit?

Gut, dann machen wir mal weiter im Text.

Alle Welt liebt Ryan Gosling. Und dank dem Internet wissen wir jetzt auch, dass

  • Ryan Gosling Bibliothekarinnen mag.
  • Ich sehe überhaupt nicht mehr ein, immer alles weg­zu­lächeln und schlag­fertig zu antworten: „Ja, es schmeckt. Auch ein Schnittchen?“ Das ist zwar cool und empfehlens­wert, um dein Gegenüber gekonnt zu ent­waffnen, heißt aller­dings auch, dass die Coolness mitunter auch meine eigene Wut über­deckt. Ich will mich für normierende Situationen nicht mehr verant­wort­lich fühlen.

  • Ja, es schmeckt – bei der Mädchenmannschaft.
  • Ich schaue beim Überholen von der lahmen Sau vor mir – ist doch bestimmt ‘ne Frau! Wenn ich aus dem Bürofenster jemanden beim Einparken beobachte, der sich besonders kompliziert anstellt, erwarte ich, dass eine Frau aus dem dann parkenden Auto aussteigt. Und wenn ich ehrlich bin: es nervt mich. Und das jeden Tag immer wieder. Ich weiß, dass dieses Verhalten falsch ist. Um genau zu sein, ist es sexistisch. Es entwürdigt andere Menschen, die nicht meinem Geschlecht angehören. Es erklärt sie zu Objekten, raubt ihnen einen Teil ihres Menschseins.

  • Einer der grandioseren Texte zum Thema Alltagssexismus, beim Kegelklub.
  • Frauen können studieren, zwischen Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigung wählen oder gar nicht arbeiten, Kinder kriegen oder nicht, sie selbst aufziehen oder außer Haus betreuen lassen. Sie können die Scheidung einreichen und eine Frau heiraten. Frauen sind die Autorinnen ihrer eigenen Biographie. Wozu also noch Feminismus? Oder, wie Roten es ausdrückt: „Warum sollte ich Unterstützung brauchen, wenn ich meinen Weg doch gänzlich unbehindert gehen kann! Für mich lief alles super! Dank Alice Schwarzer und ihren Frauen! Sie haben ihr Ziel erreicht: für mich eine bessere Welt zu schaffen! Et voilà! Merci! Und jetzt abtreten, bitte.“

  • Warum genau dem nicht so ist, beschreibt Melanie Mühl eindrucksvoll in der FAZ
  • Man merkt auch hier, 2011 war die Sache mit der Gleichberechtigung eines meiner großen Themen. Ich werde euch damit auch im kommenden Jahr auf die Nerven fallen, aber jetzt wechseln wir mal den Themenblock.

    Das Gericht entschied also aufgrund des rechtswidrigen Gutachtens des Schuldirektors Pasemann der Gehörlosenschule Augsburg, dass das gehörlose Kinder in Bayern am besten in Förderschulen aufgehoben seien, da die Kinder dort die Kommunikationsformen wie Sprechen usw. lernen würden.

  • Ich kann meine Empörung über diesen Vorgang, bei dem zwei gehörlose Kinder Spielball selten blöder Richtlinien werden, kaum in Worte fassen. Gut, dass Jule das macht.
  • According to Yahoo News, the secret giving trend that’s quietly spreading originated in Michigan, and the story usually goes something like this: an anonymous person calls a KMart store’s layaway department and asks to help pay down the balance of a family who has put toys on layaway. The Stealth Santa won’t pay the entire balance; they’ll leave a few cents to several dollars remaining to keep the items on hold. Then, someone from the layaway department will call the family and tell them that their Christmas shopping is paid for, save a few odd dollars, and that they can pick it up when they’re ready.

  • Sie wollen in diesen Zeiten ihren Glauben an die Menschheit wieder? Lesen sie das hier.
  • Ihr, die Ihr ja so viel von Schiffs- und Freibeuterwortspielen haltet. Ihr seid ein kleiner Haufen, schlecht organisiert, teilweise reichlich inkompetent und schon frühzeitig durch nicht ideales Personal geplagprägt. Das finde ich noch relativ in Ordnung, es dauert etwas, bis man begriffen hat, was gut ist und was schwerstens schadet. Mit wem man spricht und wann man besser doch das blöde Maul hält. Kann ja alles mal passieren, nimmt keiner krumm, das alles kommt schon in die Bahnen, dann passt es. Und vielleicht werden dann auch mehr Leute dazustossen, die auch wissen, was sie tun.

  • Ich mag Don Alphonso wenn er Leute gekonnt abwatscht. Und die Kommentare sind großer Sport.
  • Nicole B. hat Jonathan gekannt. Sie hat gezögert, den Lügen und Zumutungen von „Bild“ und „Morgenpost“ öffentlich zu widersprechen, weil sie Angst hat, dass deren Leute sich daraus wieder Dinge herauspicken und nach Belieben verdrehen werden. Sie will dem Ruf ihres ermordeten Freundes nicht noch weiter durch Abfalljournalismus schaden.

  • Und darum liest man die Bild nicht. Verlinkt sie nicht. Und lässt sich, liebes ZDF, auch nicht vor ihren Charity-Karren spannen.
  • Wie sich’s für eine Serie gehört, fing ich vor ein paar Wochen mit der ersten Folge an und auch wenn ich dem Autor und Regisseur Franz X. Bogner schon ab dem Pilot ein sagenhaftes Gespür für Timing und wahrhafte Dialoge bescheinige, hielt ich die erste Folge für ein bisschen zu aufgedreht, zu plakativ und auf zu lässig getrimmt, mit vielen One-Linern, über die ich heute nicht mehr in dem Maße lachen kann wie in meiner Gymnasialzeit. Doch schon ab Folge 2 begreift man Folge 1 lediglich als eine Präambel zur einer Geschichte übers Älterwerden und dem Aufflammen eines inhärenten Abschiedsschmerz, den Auftakt vom Ende der Jugend auf dem Dorf, scheißegal ob in den 68ern oder jetzt.

  • Der Burnstl schreibt über das Meisterwerk „Irgendwie und Sowieso“ und mir wird ganz warm ums Herz.
  • „Um Pfeiffer Drüsenfieber zwei Mal zu bekommen, muss das Immunsystem eigentlich ziemlich zerschossen sein“, höre ich ihn sagen. „Sind Sie oft krank?“
    Fünf Monate 2010, drei Mal Antibiotika. Zwei Lungen- und drei Rachenentzündungen in vier Jahren. Drei Wochen später bin ich zu Hause, wieder einigermaßen fit und auf dem Weg zum Gesundheitsamt. Die beste Freundin von allen begleitet mich.

  • Egal wie sicher wir uns alle fühlen, die Angst bleibt.
  • Und jetzt geben wir noch schnell ab zum Spocht.

    Nowitzki played with the command of a star who controls the tempo without appearing to be hurried. He led the Mavs back from deficits of 15 points with five minutes left in the Western Conference finals at Oklahoma City, and then scored the Mavs‘ last nine points to steal Game 2 of the NBA Finals at Miami. All the while, he never appeared to feel pressure, even though this may have been his last chance at a title.

  • Ian Thomson erklärt, warum Dirk Nowitzki für ihn der Sportler des Jahres ist. I’m inclined to agree.
  • Bereits vor Jahren, als in der Champions League Saison regelmäßig kurz vor Spielschluss der Einmarsch der Ordner, die gar nicht so sehr an Gladiatoren gemahnten, in ihren orangefarbenen Leibchen anstand, hatte der Gesang »Schwule, schwule Holländer« Einzug gehalten, vielleicht auch noch früher, ich weiß es nicht genau. Und nun war es wieder soweit.
    Ich stand dabei, rang nach Souveränität, war halbherzig bemüht, an mich zu halten, doch irgendwann konnte ich nicht mehr.

  • Es gibt so Themen, da braucht man keinen Aufstand der Anständigen, sondern einen anständigen Aufstand. Homosexualität im Fußball ist so ein Thema.
  • Und dann war da noch die Geschichte von Felicia Day, einem Wurm und einem schönen Beispiel dafür, wie Geschichten erzählen heute funktionieren kann.

    The saga of the worm Felicia Day saved and the Twitter followers who made it epic.

    P.S.: Ich weiß es ist eine Casting-Show. Ich weiß Nena ist eine Nervensäge und Xavier Naidoo nicht jedermanns Sache. Aber. ABER! Dass es solche Momente in einer deutschen Show noch mal geben würde, damit hätten sie doch auch nicht gerechnet, oder?

    httpv://youtu.be/yPu78Dz1y-4

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