leuchtenbergring

Während man noch hadert und zetert, weil zuviel Arbeit und der Laptop in der Reparatur und überhaupt fängt man wieder an ganze Bücher zu lesen 1, währenddessen jedenfalls, explodiert ein klitzekleines Blogstöckchen in diesem ganzen Internetz und ich kann es kaum auffangen. Aber dann kommt das Wasser und man will wenn dann noch telefonieren und koordinieren und am liebsten helfen und heimlich macht man, obwohl relativ ungläubig, Kreuzzeichen.

Real wird es, als die Feuerwehr sogar hier, in einem hügeligen Dorf mit einem praktischen See als Auffangstation, patroliert. Und man den Anruf bekommt, dass die Mangfall gleich übertritt. Die Mangfall! Dieses kleine Ding, ein Insider-Witz von einem Fluss der durch Weltstädte wie Bruckmühl und Feldkirchen-Westerham, Bad Aibling und andere Hotspots meiner Kindheit läuft. Sogar die hat es erwischt. Plötzlich sind auch meine Füße metaphorisch nass.

Man hilft Dinge in den ersten Stock zu tragen, verfolgt nebenher die Nachrichten, Twitter und zuckt über digitalen Aufregungswellen ein bisschen die Schulter.
Das ist auch was überbleibt. Das Schulterzucken.

Ich besitze keine Waage und wüßte nicht warum ich eine brauche. Dass die bayerische Justiz keinen Sprung in der Schüssel hat, sondern der Sprung in der Schüssel ist – auch keine Neuigkeit. Für Empörung ist grade kein Platz da. Zwischen echten Verlusten, den ersten Sonnenstrahlen und lebhafter Tagträumerei (das ist ist bei mir eine Art Symptom.. Ich weiß nur nicht für was.) bleibt nur Energie für kleines Theater. (MeineGüteLewandoswkiWasSollDerSchmarrn)

Ich mache Mixtapes und Kärtchen und möchte bitte einfach meine Sommerabende mit Rumliegen verbringen. Bis mein Kopf hinterher kommt. Das ist die Sache mit der Vernetzung. Sie ist wie das Wasser. Ein Fluss den man nicht einfach stoppen kann und der, wenn man nicht aufpasst, überschwappt. Außer man baut Überlaufflächen im Leben. Bereiche, wo sich das Digitale verlaufen kann und vielleicht auch rumsteht. Wo die wichtigen Sachen wie Schlamm zurück bleiben, bis man Zeit dafür hat.

Ein bisschen Schlamm kratze ich gerade zusammen und siebe ihn nach erinnerungswürdigen Dingen durch. Falls sie sich fragen, was ich grade tue. Wollte ich nur mal gesagt haben.

  1. Lesen Sie Blasmusikpop. Das ist klüger und feinsinniger als man denkt und erklärt trotzdem diese Dorfdynamik und die Kauzigkeit ganz vorzüglich. Obwohl die Autorin Österreicherin ist.

Schlagwörter:

Allgemein

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.