Was gut war: KW 42, 2017

Dieses Gefühl an einem Montag ins Büro zu kommen, wenn man einen Plan, eine frische Idee im Gepäck hat – ich glaube, das ist diese Sache für die andere Leute Drogen nehmen.
Wobei, das lässt sich toppen. Nämlich wenn man von der Idee erzählt und die Reaktion so ungefähr „COOL. TOTAL GUT, DAS PASST VOLL“ lautet. Holy smokes. I AM A GIANT BALL OF EXCITEMENT.
Man merkt, das mit der kohärenten Erzählung ist grade schwierig.
Jedenfalls, ausgehend von meinem neuen Plan und bemerkenswerter Reaktionen aus der Branche fängt dieses Ding an eine Form anzunehmen.
Wenn amtliche Koryphäen mit einem sprechen, Menschen sich Zeit nehmen und Input liefern. Kurz gesagt: Ich bin voll drauf.

Was vielleicht auch dazu führt, dass ich ein wenig inneren Abstand zum Rest der Welt fühle. Als ich Dienstagabend, umgeben von netten Menschen beim Bier sitze, will sich kein rechter Weg in ein Gespräch finden. Zugegeben, es ging viel um Football und Gegenden der USA die mich so gar nicht reizen, aber wenn ich nicht grade 5 Minuten über das sprechen konnte, was ich gerade tue, fühlte mich mich so fehl am Platz wie früher. Was mir unter diesen wirklich tollen Leuten eigentlich sonst nicht passiert. Obwohl ich mich riesig freute den Hamburger Besuch zu sehen und Dinge über große Magneten oder das Liebesleben von Shaquira zu erfahren – es erreichte mich nicht so wirklich. Vielleicht hatte ich auch nur Schwierigkeiten den Ton des Abends zu treffen. Das passiert mir manchmal.

Gleich am Tag darauf also ein erneuter Versuch – ab ins Stadion, mit hinreißender Fach-Begleitung. Zwar legten die anwesenden Schotten (der Gegner war Celtic Glasgow) gleich mal die Innenstadt lahm, aber so konnte ich in der S-Bahn zur Donnersbergerbrücke meiner Begleitung erzählen, was ich momentan so tue. Leider war über die lange Anreise zum Stadion (das mit den Shuttlebussen war eine der besseren Ideen des Herzensvereins) keine Zeit mehr für die Löschzug-Gang. Und auch nach dem sehr unterhaltsamen Spiel, konnte ich nicht so lang bleiben wie ich wollte. (Die seltenen, aber vorhandenen Rückschläge des Pendler-Lebens.)

Außerdem war ich fix und alle. Früher am Tag war da wieder einer dieser total euphorisierenden wie ermüdenden Workshops, bei denen man neue Dinge erarbeitet, sich Ziele setzt und aus dem man mit vielen neuen Aufgaben rausgeht. Die beschäftigten mich dann auch den Rest der Arbeitswoche. Die eh, Bahnchaos sei dank, kürzer war als gedacht. (Kann jemand mal alles zwischen Grafing und Haar ausräuchern? Ich glaube, da herrscht ganz, ganz mieses Karma.)
Wenn ich gerade einmal wieder auf einen Zug wartete, konnte ich außerdem betrachten, wie mein kleiner Rant zum Thema #Metoo durch das Netz wanderte und bemerkenswert viele Reaktionen hervorrief. Danke dafür.

Nachdem der aufregende Mittwoch wohl zu viel für das Bein war und ich Donnerstag kaum auftreten konnte, machte ich stattdessen spontan Home- also eigentlich Bett-Office. (Hier die große Dankbarkeit einfügen, dass das mit diesem Projekt möglich ist.)
Freitag dafür umso motivierter ins Büro, um nochmal in großem Stil A1 Bögen mit Post-Its voll zu kleben. Es geht mit großen Schritten voran und ganz langsam keimt der sehr ernsthafte Ehrgeiz zu der Sache. Vielleicht ist das mit dem Sachen Anzetteln am Ende meine große Überschrift. Man wird sehen.

Mit Blick auf die kommende Woche gehörte der Samstag den Vorräten. Am Vormittag großer Raubzug durch Drogeriemarkt, Gemüsehändler und Mini-Supermarkt, Nachmittag Marmorkuchen backen, abends schon sehr früh müde werden. Auch den Sonntag verbrachte ich in einer Art präventivem Koma, weil die anstehende Woche vom Zahnarzttermin Montag um 8 bis zum letzten Interview Samstag Nachmittag ziemlich durchgeplant ist.

Ich wollte das so. Genau so.

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